Auszug aus dem Artikel: Steiner "entsteinern" von Roman David-Freihsl
Standard/Album vom 15. Jänner 2011

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Österreich, die Heimat Rudolf Steiners, in der die Waldorf- und Anthroposophie-Bewegung immer noch vergleichsweise ein Nischendasein fristet. Wo etwa die Christengemeinschaft nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt ist - in Deutschland und in der Schweiz hingegen schon.
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Den Vorwurf, eine Sekte zu sein, bekommt wohl die ebenfalls durch Rudolf Steiner mitinitiierte Kirche zu hören: Auch die Christengemeinschaft ist inzwischen in 32 Ländern vertreten und umfasst rund 35.000 Mitglieder. Eine Zahl, die täuscht - denn in dieser Glaubensgemeinschaft werden nicht automatisch alle Getauften als Mitglieder gezählt, sondern nur solche, die sich als Erwachsene aus freien Stücken entschließen, der Kirche beizutreten.

 
Eine Sekte? Ein zentraler Grundsatz der Christengemeinschaft ist die Glaubensfreiheit des Individuums. Eine offizielle, verbindliche Lehre gibt es nicht - und im Grunde ist das einzige Dogma, das diese Gemeinschaft anerkennt, die Existenz einer geistigen Welt. Es gibt keine "Lehrgewalt" und keine "Weisungsbefugnis" der Kirchen-"Lenker" gegenüber den Priestern, die Lehrfreiheit besitzen und an kein bestimmtes Glaubensbekenntnis gebunden sind. Bezeichnenderweise wurde die Christengemeinschaft 1941 von den Nationalsozialisten verboten - mit der offiziellen Begründung, dass der durch Anthroposophen verbreitete Individualismus mit dem völkischen Gedanken des Nationalsozialismus nicht vereinbar sei.
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Menschenrechte
Die Christengemeinschaft wurde diskriminiert

Die Presse, 16. März 2009, PDF-Datei-Download


"Anerkennung als oberstes Ziel" von Anja Kröll
Salzburger Nachrichten, 10. März 2009, PDF-Datei-Download