Wie Evangelium in mein Leben spricht

IM HINGEHEN AUF OSTERN

Engelbert Fischer, Pfarrer in Graz

Spricht Phillipus: Für 200 Denare Brot würde nicht genügen, dass jeder nur ein Weniges nehme. Da spricht Andreas: Aber ein Knabe ist hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische! Nur - was ist das unter so viele?  (Johannes 6)

Im Anblick der fünftausend Hungrigen war nicht das Wünschenswerte gefragt; nicht das Notwendig-Scheinende; nicht, was sie morgen heranschaffen könnten, sondern: was jetzt greifbar war, das Wenige, nehmen und ihm in die Hände legen! Von ihm ergriffen, dankend zu Gott erhoben, wurde das Wenige viel - und weit reichende Nahrung.

Wenn im Blick ins Weltgeschehen die Frage erwacht: wie und womit kann denn ich ein Diener werden und etwas von der Not wenden, dann wird entscheidend, ob ich das Opfer leiste: ob ich das viel zu Wenige, Schwache und Kleine, was mir hier und jetzt greifbar ist, annehme und in die Hände Christi lege.

Dann kann ich hoffen, dem geistigen Hunger der Welt ein weinig Brot zu werden.