Evangelium und mein Leben: Ostern

Engelbert Fischer, Pfarrer in Graz

Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten.
Er ist auferstanden!
Er ist nicht hier. Seht da die Stätte, wohin sie in legten.
  (Markus 16)

Auferstehung - ein Wunderding?
Eine ferne Zukunftshoffnung nur?
Sie ist zu Ur-Ostern etwas Menschen-Mögliches geworden. Das weiß man doch im kleinen Weltgeschehen wie im Großen der ganzen Menschheitsgeschichte:
Jede Tat, die einem einmal gelang, gehört von da an zum Bestand des Menschen-Möglichen. So auch die Auferstehung, seit sie einmal einer vollbrachte.
Was hat er denn dafür getan? - Sein Herz erfüllte sich drei Jahre lang mit dem reinen Leben Christi. Seinen Lippen entströmte Christi reines Wort. - Er wendete sein Wollen, Fühlen und Denken zum göttlichen Weltengrund und hob zum Himmel auf, was zur Erde gefallen war. - Sein Gebet erreichte den Vater unser aller Väter, so dass Brot und Wein ihm Leib und Blut werden konnten. - Er fand - trotz allen Leidens - den Frieden mit der Welt und ihren Werdekräften.

Das heißt aber: Er vollbrachte gültig, worum wir uns in der Menschenweihehandlung betend bemühen. Da beginnt schon Auferstehung. Menschenweihehandlung ist Auferstehungs-Arbeit.