Religiöse Erziehung

„Erziehen kann man nur zu dem, was man selber auch tut“ – dies kann wie ein Grundsatz für die religiöse Unterweisung und Führung des jungen Menschen erlebt werden.

Das gelebte Vorbild der Eltern im Suchen und Streben nach den Quellen christlichen Lebens ist wesentliche Grundlage der religiösen Erziehung und Führung heranwachsender Kinder. Die Taufe öffnet dazu ein Tor und bedarf der Fortsetzung und Entfaltung im Alltag. Gebet und Fürbitte der Eltern sowie der Paten helfen dem Kind, den Zusammenhang mit der göttlich-geistigen Welt im Irdischen zu erleben und Kraft daraus zu schöpfen. Kinderfeste innerhalb der Gemeinde können das in der Familie Veranlagte ergänzen.

Mit der Einschulung beginnt für die Kinder der Schritt in die Sonntagshandlung, die von den Eltern begleitet wird. In ihr fühlen sie sich hineingestellt in den grossen Zusammenhang der Welt, zu dem Stein, Pflanze, Tier und Mensche als Glieder des Göttlichen gehören. Die Liebe als das Ziel alles Lernens klingt auf und die Hinwendung zu dem Christus als dem Lehrer der Menschenliebe.

Bis zum 14. Lebensjahr ist die Sonntagshandlung für die Kinder begleitet vom Religionsunterricht. Er mündet ein in die konkrete Vorbereitung zum Sakrament der Konfirmation, das in diesem Lebensalter gespendet wird.
Danach ist der junge Mensch religiös mündig und kann als Jugendlicher am Gottesdienst der Erwachsenen, der Menschenweihehandlung, teilnehmen. Je nach den örtlichen Gegebenheiten wird der Unterricht fortgesetzt oder es bilden sich Jugendkreise.

Siehe auch: Taufe, Sonntagshandlung für die Kinder, Konfirmation.