Guariento di Arpo (1310 – 1370)
Erzengel Michael wiegt eine Seele, 1350, Maße, Tempera auf Holz
Kapelle des Palazzo Carrara in Padua / heute im Museo Civico Padua

Aus unserem letzten Gemeindebrief (Kopie 1)

14. September 2016

 

Michael! Hehrer, mächtiger, Fürst der Himmel,

Der du den hohen goldenen Glanz

Des Königs Christus daherträgst,

Heilig ist dein Name, o Michael:

„Wer ist wie Gott.“

 

Als Genosse der Throne

Bist Du der Grundstein des Himmelszeltes.

In der Burg der Kyriotes stehst du

Und ragest hoch hervor bei den Dynameis.

Unter den Exusiai und Archai

Erscheinst du als himmlisch strahlendes Licht

Dann im heiligen Chore der Cherubim

Bist du Träger des sühnenden Feuers.

Und über die Seraphim herrschst du

Auf deinen heiligen Speer gestützt.

Du bist das Antlitz

In der neunfach gegliederten Ordnung der Engel.

 

Du bist Genosse des Uriel,

Des Gabriel und des Raphael,

Die da mit je sechs fliegenden Flammen

Die Gottheit sei den Uranfängen der Welt

Hell lodernd bedecken.

 

Wahrlich bleibe auch am Ende der Zeit

Dem notwendigen immer verbunden.

 

Aus einer gotischen Hymne auf den Erzengel Michael

nach Ita Wegmann,“Aus Michaels Wirken“

 

Liebe Mitglieder und Freunde der Salzburger Gemeinde!

Die michaelische Zeit und der Herbst fordern von uns neues Bewusstsein und neue Kraft, wie wir uns mit der physischen und der geistigen Welt in Beziehung setzen. Das ist eine Herausforderung in unserer Gegenwart: in beiden klar zu stehen und  neu unsere Mitte zu finden. - Michael, der die Urbilder und Urbildkräfte des Menschen treu durch alle Zeiten trägt, will unser Beistand, ja Führer darin sein.

Schon bald, am 25.September, möchten wir in festlichem Begegnen von Jung und Alt etwas von der Michaels-Kraft suchen und gestalten: aus Metall wollen wir kleine Schwerter treiben und hämmern (wir suchen noch Eisenunterlagen und Hämmer). Auch einen Imbiss soll es geben.

Michaels Waage und sein Wägen wird am 3. Sonntag Thema unseres Gespräches sein.

Der November gibt uns Raum für Fragen nach der Schwelle, dem Hinübergehen und den vor uns Hinübergegangenen. Dabei gestalten wir in einem weiteren „Treffpunkt Christengemeinschaft“ ein Motiv, das Brücken schlagen möchte von hüben nach drüben: wenn „die andere Seite durchscheint.“

In einem Rundgespräch (13.11.) möchten wir uns dem Christus-Motiv des ‚Lebens im Sterben‘ zuwenden.

Zum 1. Advent laden wir die heurigen Erstklässler besonders zu ihrer ersten Sonntagshandlung für die Kinder und der anschließenden Feier am Hügel ein; wir freuen uns, Euch dann zu begrüßen!

Vielen Dank allen Freunden, die durch Spenden, Zuwendungen und Einsatz die Arbeit unserer Gemeinde und der Christengemeinschaft ermöglichen!

Mit herzlichen Grüßen!

Andreas Meller