Der Beruf des Pfarrers heute oder: Die Priesterweihe

Wer Priester werden will, muss an Gott glauben und christlichen Glauben anderen Menschen vermitteln wollen. Er muss bereit sein, Diener Gottes und Pfleger einer Gemeinde zu werden. Er hat in der Christengemeinschaft die Aufgabe, aus seinem eigenen Erleben heraus das Evangelium zu verkünden, den Kultus zu vollziehen und für die Heilung der Sündenkrankheit zu wirken.

Priester werden ist eine Berufung. Wer Priester werden will, muss in sich den Materialismus überwinden und sich ein spirituelles Weltbild erarbeiten.

Nach dem Studium auf dem Priesterseminar wird der Kandidat in einer feierlichen Handlung mit geweihtem Öl an der Stirn, Handrücken und Scheitel zum Priester des Christus gesalbt, damit der Christus durch ihn in der Menschheit wirken möge. Er wird in die Geschwisterschaft der Seelenhirten aufgenommen und aufgefordert, an der Erfahrung im Amte weiter zu wachsen und ein Werdender zu bleiben.

Priesterinnen und Priester werden an der Freien Hochschule der Christengemeinschaft in Stuttgart, Hamburg und Chicago ausgebildet. Dem vierjährigen Grundstudium folgen ein Gemeindepraktikum und die Weihevorbereitung. Die Weihe ist verbindlich und lebenslänglich. Nach der Weihe werden die neuen Priester in die Gemeinden entsandt, wo sie gemeinsam mit ehrenamtlichen Laienmitarbeitern wirken. Die Priester werden finanziell von ihren Gemeinden getragen.